Hallo Miriam,
herzlich willkommen hier erstmal...
Du schreibst, der Kontakt ist nur sporadisch zu deinen Kindern...
Wie läuft das dann ab? Was passiert da, wie verhalten sich die Kinder dir gegenüber? Was heißt sporadisch? Wie oft und wie lange habt ihr Kontakt? Kennen Sie deinen neuen Partner? Haben sie in der alten Beziehung "Krisen" miterlebt?
Ich bin zwar als Mann in deiner Situation in "Schicksalsgemeinschaft" mit sehr vielen, aber glaube mir, jeder einzelne fühlt sich allein und dagegen kann einem niemand helfen. Ich glaube auch nicht, dass es da große Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, jedenfalls nicht wenn man die Gruppe der Väter betrachtet, die an ihren Kindern hängen.
Was kann man da raten?
Langen Atem haben, viel Reden versuchen die Kommunikation aufrecht zu halten, niemals aufgeben, dabei aber auch hin und wieder an sich denken nicht vergessen, sonst geht irgendwann gar nix mehr.
So schwer es fällt, nicht schlecht über den Ex-Partner reden, sich lieber auf die Beziehung zu den Kindern konzentrieren. Ich glaube das zahlt sich auf Dauer aus, wer schlecht über den anderen redet, dem fällt das früher oder später selber auf die Füsse, auch wenn es zuweilen schwer zu ertragen sein mag, aus dem Mund seines eigenen Kindes die Beeinflussung des anderen zu hören. Dieses Niveau sollte man selber unbedingt meiden.
Ich kann auch deinen Ex-Mann nicht verstehen, dass er sich so verhält. Ich darf das sagen, denn ich bin so ziemlich ganz genau in seiner Situation (auch was die Trennungsgeschichte angeht), außer dass für mich erschwerend hinzu kommt, dass meine Tochter (seit kurzem 7 Jahre alt) nicht mehr bei mir lebt, ich auf den klassischen Teilzeitpappa reduziert bin.
Freue mich auf mehr von dir und wünsche dir einstweilen viel Kraft und Zuversicht...
Liebe Grüße
