Hallo ihr Lieben!
Ich heiße Leliana, bin 22 Jahre alt und in der 22. Woche schwanger.
Im April diesen Jahres bin ich nach der Trennung von meinem Mann kurzfristig bei meinem aktuellen Freund und seinen Eltern untergekommen.
Nun wohne ich in Wesel, was 250km weit weg von meiner Heimatstadt Gießen weg ist.
Anfangs war es so geplant, dass ich bei meinem Freund unterkomme, bis ich eine eigene Wochnung gefunden habe. Da es mit meinem Ex plötzlich doch mehr Ärger gab als geplant. Er war auch ein halbes Jahr nach der Trennung sehr wütend darüber, dass ich neu vergeben bin.
Nun gab es schon innerhalb der ersten Tage in denen ich hier war einen kleinen 'Unfall'. Und wie der Zufall es so wollte, wurde ich prompt schwanger.
Mein Freund ist 20 und macht jetzt eine Ausbildung als Gärtner bei der Stadt Wesel.
Wir haben uns beide dazu entschieden das Baby zu behalten.
Jedoch gestand er mir dann ein paar Wochen später, dass er sich da gar nicht soo sicher war und nur nichts gesagt hat, weil er wusste ich bin gegen Abtreibung und er es mir nicht noch schwerer machen wollte.
Naja, nun freut er sich doch und ist auch eigtl ganz stolz und fasziniert.
Das Problem ist nur....ich ziehe jetzt Anfang September in eine eigene Wohnung direkt in Wesel....allerdings ALLEINE!
Nachdem seine Mutter mir Wochen lang das Leben zur Hölle gemacht hat, mir unterstellt, das Kind könne nicht von ihm sein, nur weil sie zu blöd zum rechnen ist. Mich anschrieh und rauswerfen wollte, weil ich gerne mit ihm zusammen ziehen wollte.
Ich solle ihm so einen Scheiss nicht einreden. Er gehöre zu seiner Familie bis er seine Ausbildung fertig hat...blablabla....ansonsten würde ich nicht mehr glücklich.
In einem weiteren Streit, bei dem sogar ihre Freundin mit Sohn saß, beschimpfte sie mich aufs übelste, meinte ich zerstöre die Familie und würde sein ganzes Leben kaputt machen etc.
Mein Freund wollte erst mitumziehen, stritt dann einen Abend mit seiner Mutter, sagte mir aber nicht worum es ging.
Am nächsten Tag durfte ich mir dann anhören, dass er ja eigtl gerne noch zuhause wohnen bleiben würde, gerade wegen dem Finanziellen. Mir sagte er das nicht. Ich durfte mich dann wieder anbrüllen lassen.
Mitlerweile spreche ich mit seiner Mutter nur noch das Nötigste und bin froh, wenn ich hier raus bin.
Allerdings fühle ich mich sehr im Stich gelassen.
Ich weiß gar nicht mehr worauf ich noch bauen soll.
Erst hieß es zusammen ziehen, dann dass ich eben alleine umziehen muss. Dann dass wir ja dann eh immer bei mir oder bei ihm sind und nun heißt es wieder:''Es wird bestimmt auch mal Tage geben, wo wir uns nicht sehen und ich einfach mal nichts machen will.'.
Ist ja toll! Ich habe das Gefühl, sobald ich umgezogen bin, werden wir uns immer weniger sehen. Er wird wieder mehr mit seinen Kumpels trinken gehen und ich darf brav als Heimchen alleine zuhause sitzen. Weil ich das Kind ja alleine gezeugt habe und die Verantwortung etc alleine trage. Schöne Sache!
Dass ich nicht nur auf dem Papier alleinerziehend sein werde, sondern es einfach schlicht weg dann BIN, das geht wohl nicht in den Kopf.
Er meint, es hört sich so an als wolle ich Schluss machen. Dabei sagte ich nur, was mir stinkt.
Heute Nachmittag haben wir einen Termin bei der Diakonie. Ich bin mal gespannt. Momentan könnte ich platzen vor Wut.
Ich meine...wie seht ihr das?
Sind denn heute nur noch die Mütter verantwortlich??
Ich weiß langsam nicht mehr was richtig und was falsch ist.
Ich warte nur noch sehnsüchtig darauf, dass die Arge hin macht und ich in meine Wohnung kann.
Nur ich sehe mich jetzt schon alleine da sitzen. Mein Freund ist recht sauer deswegen. Aber ich finde, er gibt mir allen Grund dazu.
Er denkt nur für sich. Alles was das Baby betrifft organisiere ich. Auch wenn er dann mitgeht.
Wenn irgendwas ansteht. Ein Geburtstag, Firmenfeier o.Ä. sagt er er geht hin. Ich bin da aber nicht mit eingeplant.
Er ist feste Beziehungen eben nicht wirklich gewohnt. Und seine Familie redet ihm ja auch immer wieder ein, dass er seine Freiheit behalten muss und das quasi alles meine Sache ist.
Naja, jetzt habe ich schon mehr geschrieben, als ich ursprünglich vor hatte.
Ich sage also nach mal Hallo.
